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Die steinernen Löwen brüllen wieder

Einer herrschaftlichen Ruine wurde nach zweijahriger Sanierung wieder Leben eingehaucht. Die vorbildliche Revitalisierung des Palais Lowenfeld in Linz erhielt deshalb den Denkmalschutz-Preis des Landes Oberosterreich. Für die denkmalgerechte Innenwand- und Fassadensanierung des Baujuwels sorgen die Histolith- Produkte von Synthesa.

Das neue vierflügelige Herrenhaus an der Dauphinestraße wurde erst 1881 bis 1882 von Ignaz Scheck im Stil der Neorenaissance errichtet. Der Name Löwenfeld geht auf den ursprünglichen Besitzer Wilhelm Heinrich Löwenfeld zurück. Feuchtigkeit, Hausschwamm und Vandalismus hatten dem Gebäude stark zugesetzt. Die Entscheidung, das Gebäude zu retten, fiel wohl in letzter Sekunde. Unter der Ägide des Linzer Architektenbüros Klinglmüller und unter den wachsamen Augen des Bundesdenkmalamtes wagte man den Kraftakt und begann einen mutigen Kampf gegen Schimmel, Nässe, zerstörte Fenster, Türen und Geländer sowie moderndes Holz und bröckelnden Stuck. Nun ist das im Kern an die 300 Jahre alte Gebäude wieder strahlender Zeuge der ersten Industrialisierung von Linz im 19. Jhdt. geworden.

Mit der Restaurierung der Wände – innen wie außen – war die Firma Leimika aus Wilhering mehr als ein Jahr lang beschäftigt. Um das einzigartige Projekt und das perfekte Sanierungskonzept der Architekten umzusetzen, kam die Histolith-Leimfarbe zum Einsatz – ein Produkt aus österreichischer Herstellung mit Kreide vom Leithagebirge. Mit einem weiteren Produkt – der Kalkspachtel brillant – wurde eine changierende Textur erzeugt, die den antiken Charakter unterstreicht.

Bei der reich gegliederten Fassade mit ihren Erkern, Mauerbändern, Säulen, Faschen und Fensterabschluss- Köpfen (die Löwen) waren an mehreren Stellen der Putz und die Gesimse durch Feuchtigkeitseintritt stark beschädigt bzw. nicht mehr vorhanden und auch die unzähligen Löwenköpfe wiesen starke Schäden auf. Der Putz des ältesten Gebäudeteiles in der Mitte der Anlage war nicht mehr zu retten und musste komplett neu aufgebaut werden. Für das ausführende Unternehmen, die NSB aus Windhaag/ Freistadt, war dies mehr als ein Prestige-Objekt: Im Vorfeld waren schon sämtliche Schritte für die Putzsanierung detailliert ausgearbeitet worden und die Profi-Produkte besprochen. Vom Hersteller gab es deshalb Unterstützung von den Experten der Anwendungstechnik. Rund 2000 m² Fassade wurden neu verputzt, sechs Putzsilos waren zur gleichen Zeit im Einsatz. Insgesamt kamen 100 Tonnen Histolith- Trass-Kalkputz für innen und außen zum Einsatz.

Presseartikel:
Architektur-Online Löwenfeld
www.architektur-online.com

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