Grundgedanke der Planung

Die Erschließung der Wohnanlage Pichling erfolgt vom Drosselweg auf den neu zu schaffenden Menzelweg, der die zentrale Erschließungsachse für die gesamte Wohnanlage Fasanweg (Etappe 1 & 2) bildet. Dieser wird beidseitig mit Gehsteigen, öffentlichen Parkplätzen und Bäumen ausgestattet. Die Bebauung ist in 4 ruhige Blöcke gegliedert. Bauteil I bildet eine L-förmige Randverbauung mit geschlossenen Laubengängen nach Nordosten und Südosten zum Schutz gegen den Zugverkehrslärm. Die Wohn- und Schlafräume sowie die Loggien sind nach Südwesten und Südosten orientiert.
Die Bauteile II, III und IV sind nach Südwesten ausgerichtet und höhenmäßig entsprechend gestaffelt. Für das Objekt I besteht im Nordosten zur Bahn ein großzügiger Parkplatz, der durch Bäume beschattet wird und zusätzlich eine Tiefgarage im Osten, die vom Drosselweg erschlossen wird. Die Häuser II und III erhalten eine gemeinsame Tiefgarage, das Haus IV, welches im Eigentum des Grundverkäufers verbleibt und von der WSG miterrichtet wird, erhält einen eigenen Parkplatz. Jedes Haus erhält zugeordnete Freiflächen zur allgemeinen Benützung und einen Spielplatz. Den Wohnungen im Erdgeschoss werden Eigengärten vorgelagert, die mit einer Hecke abgegrenzt werden. Keine Zäune!
Im Südöstlichen Bereich wird eine große allgemeine Freifläche mit einem überdachten Bereich (Pavillon) sowie hochwertiger Bepflanzung gewidmet. Das äußere Erscheinungsbild entspricht der 1. Etappe und folgt in der Silhouette der durch den Bebauungsplan vorgegebenen Höhenabstufung. Die Fassaden erhalten eine helle Putzstruktur. Auf großkronige Bäume wurde besonderer Wert gelegt. Zur Gestaltung der Freiflächen wurde ein Fachplaner beigezogen, dessen Plan bereits in den Grundrissen eingearbeitet wurde.

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Landschaftsplanung der Wohnanlage Pichling

Ausgangspunkt der Landschaftsgestaltung ist die süd-ost-seitig gelegene, von Wohnbebauung ausgenommene Grünfläche, die in Form eines initiativen „Mikroparks“ gestaltet wird.
Dieser ca. 1.500 m² große „Mikropark“ dient als unmittelbarer Naherholungs- und Outdoor-Freizeitbereich und bietet Bewohnern und Bewohnerinnen jeder Alterstruktur, Platz und Möglichkeit für gemeinsame Aktivitäten, sowie Individualisten Raum zur Kontemplation. Er versteht sich zudem als Impulsgeber für gemeinschaftlich, gesellschaftliche Initiativen, denen der „Mikropark“ Platz und Raum bietet. Eine leichte und luftige Pavillonstruktur schwebt zentral auf einem Platz in Form einer wasser-gebundenen Decke, ist Treffpunkt wie witterungsgeschützter Aufenthalts- & Veranstaltungsbereich im Freien. Gerahmt wird dieser Platz partiell von Blütenfeldern und raumbildenden Bäumen, sowie von Wildsträucherhecken im Hintergrund, die zugleich als Trennung zum darunter liegenden Drosselweg und zur Zufahrt beim Menzelweg dienen.
Die landschaftsparkähnliche Baumpflanzung des „Mikroparks“ bildet den Ursprung der weiteren Baumpflanzungen, die sich perlschnurartig fortlaufend durch die Wohnanlage ziehen. Die Absicht der relativ großen Anzahl der gepflanzten Bäume ist – neben einem großzügigen, parkähnlichen Grünraum – von jedem Fenster der Wohnanlage Pichling aus ins Grüne blicken zu können, sowie eine partielle und sanfte Sichtbegrenzung, gleich einem lichten „grünen Vorhang“, zwischen den einzelnen Gebäudekörpern zu erreichen.
Klar gegliederte Pflanzbeete dienen als Abgrenzung zum durchgrünten Straßenraum, sowie als großzügige Blütenflächen zur lebendigen Attraktivierung des Grünraums in der Wohnanlage. Die Spielplatzbereiche liegen klar organisiert und gut erreichbar zwischen den Gebäudekomplexen und erlauben eine fortführende Nutzung in die anliegenden Rasenflächen. Die erforderlichen Eigengärten liegen, durchgängig und einheitlich mit heimischen Laubgehölz-hecken abgegrenzt, hinter den öffentlichen Grünbereichen.

 

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