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Städtebau & Infrastruktur

Die Entwurfsaufgabe betrifft zwei unterschiedlich große Grundstücke entlang der Oberfeldstrasse in Wels – Areal A (29.188m²) und Areal B (7.549m²).Der Schwerpunkt des städtebaulichen Konzepts ist besonders Rücksicht auf die Schallimmissionen der Umgebung zu nehmen und ein Gesamtensemble mit perfekter Ausrichtung aller Wohnungen sowie hervorragenden Außenraumqualitäten zu schaffen.
Dies gelingt durch drei unterschiedliche Strukturen der Wohngebäude und deren durchdachte Positionierung und Ausrichtung.

Entlang der stark befahrenen Oberfeldstrasse / Wallererstrasse bzw. zum Gleiskörper wird mit einer Randbebauung reagiert. Die Gebäudetypen, welche als L-förmige- und Zeilengebäude entwickelt wurden, sehen in diesem Bereich einen Laubengang vor. Die Wohnungen orientieren sich lärmabgewandt in die grünen Höfe. Darüber hinaus gewährleisten diese „Schallschutzgebäude“ eine ruhige Lebensqualität für alle anderen Wohnungen und Außenbereiche in den Quartieren.
Die L-förmigen Bebauungsstrukturen bilden unterschiedliche Quartiere und schaffen großzügige Grünräume. Es entstehen Wohnungen mit hervorragender Orientierung und ruhige Ausrichtung.

Die Punktgebäude sind als Drei- bzw. Vierspänner konzipiert und profitieren von ihrer lärmberuhigten Lage im inneren Bereich der Areale
Das städtebauliche Konzept sieht eine gestaffelte Höhenentwicklung zwischen 4, 5 und 6 Geschossen vor. Die mindestens 4-geschossigen Baukörper erfahren eine Höherzonierung in städtebaulich markanten Bereichen – vor allem entlang des Straßenraumes und als Signalwirkung für die einzelnen Quartiere. Die 6-geschossigen Gebäude sorgen für einen städtebaulichen Impuls in diesen speziellen Bereichen (Landmark) am jeweiligen Hauptzugang zu den Arealen A bzw. B. Durch die versetzte Eckausbildung wirken diese platzbildend und schaffen ein großzügiges Entree.

Die Planung sieht vor die Raumhöhe der EG-Zone entlang der Oberfeldstrasse auf 3,00m auszulegen um in Bereichen eine gewerbliche Nutzung bei Bedarf anbieten zu können. Größtmögliche Flexibilität wurde hierbei gewährleistet um kurzfristig zwischen Wohn- oder Gewerbenutzung entscheiden zu können bzw. auch in Zukunft nachhaltig Um- oder Rückbauen zu können.
Der Entwurf nimmt Rücksicht auf den Wunsch das Areal A in zwei gleich große Baufelder teilen zu können (A1: 14.396m², A2: 14.792m²). Dies gilt auch für die Errichtung der Tiefgarage. Die geforderte Zufahrt über Areal B zum benachbarten Grünbereich ist ebenfalls möglich.

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Erschließung & Verkehr Areal A

Der fußläufige Hauptzugang erfolgt über den Vorplatz der neuen Ecksituation mit Durchgang im Bereich des naheliegenden Kreisverkehrs. Darüber hinaus gibt es weitere großzügige Durchgänge entlang der Oberfeldstrasse. Die gesamte Anlage kann über Fuß- und Radwege erschlossen werden, mit Rücksichtnahme auf die privaten Gärten. Das großzügig gestaltete Wegenetz leitet durch das Areal zu allen Zugängen, Quartiershöfen und Aufenthaltszonen und garantiert einen qualitativ hohen Wert der Durchwanderbarkeit- insbesondere zu den angrenzenden Grünbereichen.
Die Anbindung der Tiefgaragen erfolgt über eine neue Nebenfahrbahn, an welcher sich auch die Oberflächenparkplätze befinden. Es sind zwei Zufahrtsmöglichkeiten von der Oberfeldstrasse sowie im nordöstlichen Bereich von der Wallererstrasse vorgesehen. Durch dieses Verkehrskonzept gibt es kaum Verkehrsaufkommen (evtl. Einsatzkräfte, Anlieferung) auf der Stichstrasse im Süden, was sich hervorragend auf die Wohnqualität in diesen Bereich auswirkt.

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Erschließung & Verkehr Areal B

Der fußläufige Zugang erfolgt über den Vorplatz und Durchgang im Bereich der neuen markanten Ecksituation. Die Anlage kann über Fuß- und Radwege erschlossen werden, mit Rücksichtnahme auf die privaten Gärten. Die Wegführung leitet durch das Areal zu dem Zugang des Punkthauses, Quartiershof und Aufenthaltszonen und garantiert einen qualitativ hohen Wert der Durchwanderbarkeit- insbesondere auch zum angrenzenden Grünbereich.
Das Servitut bzw. Fahrtrecht zum Nachbargrundstück kann entlang der Grundgrenzen (oder auf Wunsch auch durch den Hof) gewährleistet werden.

Die Anbindung der Tiefgarage erfolgt über die Verlängerung der bestehenden Nebenfahrbahn, an welcher sich auch die Oberflächenparkplätze befinden. Durch dieses Verkehrskonzept ist eine hervorragende Wohnqualität um den Quartiershof vorhanden.

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Aussengestaltung Areal A

Das Außengestaltungs-Konzept sieht eine Öffnung zum bestehenden (und zukünftig vielleicht neugestalteten) Grünbereich im Westen vor. Von dort erstreckt sich eine Grünachse durchs gesamte Areal bis zum Hauptzugang in der Nähe des Kreisverkehrs. Angrenzend an die Grünachse bilden sich die einzelnen Quartiershöfe aus – mit unterschiedlichen Möglichkeiten von Aufenthalts- und Ruhebereichen – Kinderspielplätze, „Urban Gardening“, Wiesenflächen, Blumenfelder, Sitzmöbel, etc. Ein Geh-und Radweg-System ermöglicht die Vernetzung der verschiedenen Zugänge und schafft eine Durchwanderbarkeit durchs gesamte Areal. Grünstreifen mit Pflanzen und Hecken bieten Ruhe und Schutz vor den privaten Eigengärten.

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Aussengestaltung Areal B

Das Außengestaltungs-Konzept sieht einen ruhigen gestalteten Quartiershof vor mit unterschiedlichen Möglichkeiten von Aufenthalts- und Ruhebereichen – Kinderspielplätze, „Urban Gardening“, Wiesenflächen, Blumenfelder, Sitzmöbel, etc. Geh- und Radwege ermöglichen eine Durchwanderbarkeit durchs Areal. Grünstreifen mit Pflanzen und Hecken bieten Ruhe und Schutz vor den privaten Eigengärten.

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Architektur – Materialität – Farbe

Die Architektur der Gebäude nimmt Rücksicht auf die jeweiligen Wohnformen und lässt das neue Areal als homogenes Gesamtensemble erscheinen. Die Motive der Fassadengestaltung folgen dem System der Ablesbarkeit der unterschiedlichen Bereiche – wiederholende Elemente wie Stiegenhäuser, Laubengang-Bereiche, vereinzelte Wohnungsfenster prägen die Straßenansichten, versetzte Balkone die Hoffassaden. Einfache Akzente in der Materialität (z.B.: Besenstrich-Putz) und Farbe verstärken dieses Gestaltungsprinzip.

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