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PLANUNGSGEBIET

Das Grundstück der Pestalozzischule befindet sich südlich von der Linzer Straße in Vöcklabruck, in einem von Gewerbezonen und verdichtetem Wohnbau geprägten Areal. Östlich des Grundstücks verläuft die Robert-Kunz-Straße, die ein relativ starkes Verkehrsaufkommen aufweist und die Linzer Straße mit der Dürnauer Straße verbindet.

In der unmittelbaren Nachbarschaft des Planungsareals wurden in den letzten Jahren sehr viele mehrgeschoßige Wohnbauprojekte realisiert. Dieses Umfeld ist dadurch aktuell sehr stark vom verdichteten Wohnbau geprägt und leitet den Grundzugang zur Konzeption eines weiteren verdichteten Wohnbauprojektes auf der gegenständlichen Liegenschaft ab.

IDEE

Der grundsätzliche Entwurfsgedanke besteht darin, eine lärmabschirmende Bebauung Richtung Robert-Kunz-Straße zu schaffen und als aufgelöste Blockrandbebauung auszubilden. Die motorisierte Verkehrserschließung wird an den äußeren Randbereich gedrängt, sodass ein verkehrsberuhigter Innenhof geschaffen wird. Dadurch wird nahezu die gesamte Außenanlage nur zu Fuß oder mit Rad erschlossen. Die Freiparker werden von der Robert-Kunz-Straße, sowie der Laudonstraße aus angebunden. Auf die bestehende querverlaufende Straße, die die Robert-Kunz-Straße mit der Laudonstraße verbindet, wird verzichtet um die Grünzonen beider Wohnanlagen zu verbinden.
Die neue Verbindung zwischen Robert-Kunz-Straße und Laudonstraße wird nunmehr als fußläufige Promenade interpretiert, die beide Höfe miteinander verbindet. Sie dient außerdem als Ort der Kommunikation und weist Sitzbereiche und Sitzstufen auf, die zum Verweilen einladen sollen.
Im Zentrum befindet sich „das Goldstück“, ein Möglichkeitsraum, der einer gemeinschaftlichen Nutzung dienen soll und die beiden Höfe in 2 Bereiche mit unterschiedlicher Funktionalität trennt.

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Hof A, der in der Nähe der Einfamilienhäuser liegt, dient als privaterer Hof und Ruheoase, wohingegen Hof B, der näher zur Robert-Kunz-Straße angeordnet ist, einen halböffentlichen Bereich darstellt. Er bietet mehr Raum für Kommunikationsbereiche und Spielplätze und liegt unmittelbar an der geplanten Gewerbefläche (z.B. Arztpraxis) im Erdgeschoß.

Da die Tiefgarage so angeordnet ist, dass die Grünhöfe nicht unterbaut sind, können Bereiche mit großzügiger natürlicher Bepflanzung geschaffen werden.
Die Hofbebauung soll anhand von Bewegungsachsen und Sichtbeziehungen soweit aufgelöst werden, dass die bestehende Nachbarbebauung miteinbezogen wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Grundstückes ist der bestehende Geländeverlauf, der von der nördlichen Nachbarbebauung bis zur südlichen ca. 9 Meter abfällt.
Die neue Bebauung wird auf unterschiedlichen Niveaus positioniert. Es entsteht eine abgetreppte Struktur, die auf das bestehende Gelände eingehen soll. Die Höhenentwicklung wird so gewählt, dass sich die Gebäudehöhen der neuen Bebauung an die benachbarte anlehnt.

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FASSADE

Die Fassade ist in schlichten hellen Grautönen gehalten. Eine vertikale Gliederung wird mittels horizontaler Bänderung durch Schattenfugen hervorgehoben.
Als Kontrastfarbe dazu wurde ein Gelbton gewählt, der die Aktionsräume im Innenhofbereich, sowie punktuell einige Fassadenseiten hervorheben soll.
Auch die Untersichten der Durchgänge an der Promenade und der Balkone sind in dem Gelbton gehalten.

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